Homeoffice

Die unter normalen Umständen empfohlenen arbeitsvertraglichen Mindestregelungen für Homeoffice finden Sie unserem Homeoffice-Merkblatt. Diese Grundsätze gelten weiterhin.

Bei der Beschäftigung von Grenzgängerinnen und Grenzgängern aus EU/EFTA-Staaten ist jedoch der sozialversicherungsrechtlichen Unterstellung dieser Personen besondere Beachtung zu schenken:

Die 25%-Regel gem. EU-Verordnung Nr. 883/2004

Ab einem Umfang von 25% der geleisteten Arbeitstätigkeit im Wohnland sind Grenzgängerinnen und Grenzgänger nicht dem Sozialversicherungsträger am Arbeitsort in der Schweiz (Ausgleichskasse), sondern beim ausländischen Sozialversicherungsträger in ihrem Wohnland zu versichern. Unter solchen Umständen sind alle Sozialversicherungen (AHV, BVG usw.) in der Schweiz nicht mehr zuständig, und der Arbeitgeber muss mit ausländischen Sozialversicherungsträgern abrechnen.

Während den ersten Monaten der Covid-19-Pandemie wurde die Anwendung dieser Regelungen angesichts höherer Gewalt und aufgrund staatlich verordnetem Homeoffice (auch von Grenzgängerinnen und Grenzgängern) flexibel ausgelegt.

Das Zeitfenster für diese vorübergehenden flexiblen EU-Empfehlungen betreffend die Anwendung des europäischen Koordinationsrechts (Unterstellungsregeln) wird sich in absehbarer Zeit jedoch schliessen.

Angesichts der unterschiedlichen gesundheitspolitischen Situation gibt es keine europaweite Frist für die flexible Anwendung der Unterstellungsregeln.

Grenzgänger aus EU-/EFTA-Staaten, die aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend ihre Tätigkeit ganz oder teilweise im Wohnsitzland ausüben, unterliegen weiterhin der schweizerischen Sozialversicherungsgesetzgebung. Eine zeitweilige Schwankung der im Wohnsitzland ausgeübten Tätigkeit infolge des Coronavirus ändert auch nichts an der Versicherungsunterstellung von Grenzgängern, die bereits vorgängig gewöhnlich in mehreren Staaten tätig waren.

In Bezug auf Deutschland, Österreich und Frankreich gilt die flexible Anwendung der Unterstellungsregeln bis zum 31.12.2020.

Im Verhältnis zu Italien galt diese bis zum 31.10.2020.

Danach wird je nach Bedarf und Entwicklung der Gesundheitssituation das weitere Vorgehen gemeinsam festgelegt. Gespräche mit anderen Staaten wurden ebenfalls bereits aufgenommen. Aus Sicht des Bundesamtes für Sozialversicherungen gilt die flexible Auslegung der Unterstellungsregeln in Bezug auf die anderen Nachbarstaaten weiter, solange nichts anderes vereinbart wurde.

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Merkblatt «Vertragsgestaltung bei Homeoffice»

 

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Tipps des Arbeitgeberverbands Basel zum Thema «Homeoffice»

 

«Ratgeber»-Rubrik Prime News