Homeoffice

Homeoffice-Empfehlung aufgehoben – Arbeitgeber weiterhin für Schutz zuständig

Der Bundesrat hat per 17. Februar 2022 die Homeoffice-Empfehlung des BAG aufgehoben. Damit entscheiden die Arbeitgeber über das Arbeiten im Homeoffice und das
Tragen einer Maske am Arbeitsplatz. Sie sind gemäss Arbeitsgesetz verpflichtet, die notwendigen Vorkehrungen zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzusehen. Zudem blieben die Regeln zum Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmern bis Ende März bestehen.

Die unter normalen Umständen empfohlenen arbeitsvertraglichen Mindestregelungen für Homeoffice finden Sie unserem Homeoffice-Merkblatt. Diese Grundsätze gelten weiterhin.

Bei der Beschäftigung von Grenzgängerinnen und Grenzgängern aus EU/EFTA-Staaten ist jedoch der sozialversicherungsrechtlichen Unterstellung dieser Personen besondere Beachtung zu schenken:

Verlängerung der sozialversicherungsrechtlichen Sonderregelung für Grenzgänger im Homeoffice bis Ende 2022

Aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gilt derzeit die flexible Anwendung der EU-Unterstellungsregeln im Bereich der sozialen Sicherheit im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens und des EFTA-Übereinkommens. Eine Person (z.B. ein Grenzgänger) unterliegt deshalb weiterhin den schweizerischen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit, auch wenn sie ihre Tätigkeit  in Form von Telearbeit in ihrem Wohnland ausübt. Gemäss dieser Praxis bleibt die Zuständigkeit im Bereich der sozialen Sicherheit also unverändert, unabhängig davon, in welchem Umfang die Tätigkeit im Wohnstaat (EU/EFTA) ausgeübt wird. Es war vorgesehen, diese Sonderregelung per Ende Juni 2022 auslaufen zu lassen.

Da sich Telearbeit inzwischen europaweit etabliert hat, soll die Koordinierung der nationalen Systeme der sozialen Sicherheit dieser Tatsache auch in Zukunft Rechnung tragen. Die Mitglieder der EU-Verwaltungskommission für die Koordinierung der nationalen Systeme der sozialen Sicherheit haben sich deshalb am 14. Juni 2022 darauf verständigt, diese flexible Anwendung der Unterstellungsregeln während einer Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2022 zu verlängern. Die Unterstellungsregeln sollen auch ab dem 1. Januar 2023 so ausgestaltet oder ausgelegt werden, dass ein bestimmtes Ausmass an Telearbeit im Wohnland geleistet werden kann, ohne dass die Zuständigkeit im Bereich der sozialen Sicherheit ändert.

Die konkrete Umsetzung wird in den nächsten Monaten auf europäischer Ebene sowie zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten vorbereitet. 

Achtung bei den diversen steuerrechtlichen Sondervereinbarungen zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern! Diese wurden z.T. nicht verlängert:
Die Vereinbarung mit Frankreich wurde bis zum 31.10.2022 verlängert. weitere Informationen
Die Vereinbarung mit Deutschland ist am 30.6.2022 abgelaufen.
Die Vereinbarung mit Liechtenstein ist am 31.3.2022 abgelaufen.
Die Vereinbarung mit Italien gilt, wenn es Massnahmen gibt, die im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 von den Staaten ergriffen werden und gemäss den Voraussetzungen dieser Vereinbarung; eine stillschweigende Verlängerung ist vorgesehen. Daher ist das Ende der Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. weitere Informationen
Mit Österreich wurde nie eine entsprechende Sondervereinigung getroffen.

 

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Merkblatt «Vertragsgestaltung bei Homeoffice»

 

Download (PDF)


Coronavirus: Auswirkungen auf die Sozialversicherungen im internationalen Kontext

 

Informationen BSV

 

Verlängerung der Sonderregelung bis Ende 2022


Tipps des Arbeitgeberverbands Basel zum Thema «Homeoffice»

 

«Ratgeber»-Rubrik Prime News